Zapfdruck: Reine Einstellungssache.
Welchen Zapfdruck Sie einstellen müssen, hängt von vier Faktoren ab:
- Temperatur des Bieres: Je wärmer es ist, desto leichter löst sich die Gärungskohlensäure aus dem Bier, um so mehr Gegendruck ist nötig. Wie hoch dieser Druck sein sollte, können Sie der Tabelle entnehmen.
- Steighöhe: Das ist der Höhenunterschied zwischen dem Fußboden Ihres Bierkellers und dem Zapfhahn. Pro Meter müssen Sie einen Druck von 0,1 bar berücksichtigen.
- Länge der Bierleitung: In der Bierleitung gibt es Reibungsverluste, die durch zusätzlichen Druck ausgeglichen werden müssen. Bei einem Leistungsdurchmesser vom 7 mm rechnet man einen Zuschlag von 0,05 bar auf einen Meter Länge. Bei 10 mm Durchmesser benötigt man 0,01 bar auf einen Meter.
- Länge in der Kühlschlange: Bei einer Kühlschlange (Rohrwendel) ist die Reibung viel größer als in einer geraden Leitung. Bei 9,5 cm Wendeldurchmesser und einer 7-mm-Leitung braucht man zum Ausgleich für jeden Meter ca. 0,075 bar, bei einer 10-mm-Bierleitung 0,015 bar mehr Druck je Meter.
- Wenn Sie alles zusammenzählen, erhalten Sie den Richtwert des Betriebsdrucks für Ihre Zapfanlage ohne Kompensator. Beachten Sie: Bei Verwendung des Kompensatorhahns muss der Sättigungsdruck zu diesem Wert addiert werden.
Bitte denken Sie daran, dass der Betriebsdruck einer Schankanlage nicht höher als 3 bar sein darf.
Wenn Sie mehrere Biersorten im Anstich haben, dann sollten Sie berücksichtigen, dass jedes Bier wegen des unterschiedlichen Kohlensäuregehaltes einen anderen Zapfdruck benötigt. Installieren Sie daher in Ihrem Bierkeller für jede Sorte einen eigenen Zwischendruckregler. Lassen Sie den einmal richtig eingestellten Zapfdruck konstant. Jede Änderung des Drucks schadet dem Bier.



